Glenmorgan Fe´s Delight

Fe trat genau im richtigen Moment in mein Leben.

Ich habe schon ein Auge auf sie geworfen, da war sie nicht einmal auf der Welt. Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich auf der Homepage der Glenmorgan Farm las, dass Susen ein Fohlen aus ihre Stute Glenmorgan Amazing Grace und dem Hengst San Miguel zieht. Dabei war ein kurzes Video von San Miguel, wie er in einem rießigen Round Pen mit einem großen Ball spielte. Wie sollte ich ahnen, dass ich einige Jahre später mit seiner Tochter in genau derselben Arena stehen würde.

 

Jedenfalls war ich sehr angetan von diesem tollen Hengst, der ein Sohn des legendären Santa Fe Renegarde ist. Santa Fe Renegarde eröffnete mit seinem Reiter und Besitzer Eitan Beth-Halchmy die Weltreiterspiele 2006 in Aachen und 2010 in Kentucky. Eitan ist der Begründer der Cowboy Dressage (für weiter Informationan www.cowboydressage.com).

Santa Fe Renegarde

 San Miguel

San Miguel hat einen tollen Körperbau, der auch etwas an die iberischen Pferde erinnert.

Susen´s Stute Glenmorgan Amazing Grace ist mir persönlich bekannt und ist für mich der Inbegriff eines Morgan Horses. Sie hat einen äußerst typvollen Kopf, ein sehr sanftes Wesen und einen harmonischen Körperbau.

                                                                                              Amazing Grace


Ja, und nun sollten diese beiden Pferde gekreuzt werden. Ich weiß noch, wie ich zu meinem Mann sagte:"Das ist mein zukünftiges Pferd!" .... und sie war noch nicht einmal geboren.

Fe wurde geboren, Fe wuchs heran. Hie und da schaute ich auf Susen´s Homepage vorbei und sah sie heranwachsen. Mein Leben erlaubte es zu jenem Zeitpunkt leider nicht, meinen Träumen zu folgen.....

Dann eines Tages die Nachricht auf Susen´s Seite: Fe ist verkauft!!!

Ich war traurig und ärgerlich zu gleich, weil ich mich nicht durchgerungen habe, Fe zu mir zu nehmen, bevor es ein anderer tat.

Kurz darauf fand ich auf Facebook ein Post von Fe, mit Westernsattel longiert mit den Worten, dass Fe nun ihre ersten Schritte zum Reitpferd absolvierte.

Fe mit Westernsattel.

Ich schrieb Mandy, eher aus einem Impuls heraus, dass sie – sollte sie Fe je verkaufen – an mich denken sollte. Und ich bekam zur Antwort, dass sie tatsächlich mit dem Gedanken spielte, Fe zu verkaufen.

Nun war sie also hier, die erhoffte Gelegenheit. Ich überlegte hin, ich überlegte her... sollte ich es wagen. Ich hatte eine sehr harte Zeit hinter mir und war mir nicht sicher, ob ich bereit war für dieses Abenteuer. Da kam mir das Zitat eines Films in den Sinn, dass hieß: "Entweder du reitest deine Träume, wie ein Vollblut, oder du bleibst zurück..."

Und mein vierzigster Geburtstag stand an. Also fiel für mich die Entscheidung. Ich vereinbarte mit Mandy Warners, der Besitzerin von Fe, einen Kurzaufenthalt in Holland – dorthin war Fe einige Monate vorher übersiedelt. Mandy war so nett und ließ mich für die Dauer meines Aufenthalts bei sich wohnen und ich verbrachte einige wirklich schöne Tage in Holland und lernte Fe das erste Mal persönlich kennen.

Video IMGA 0549 und 0545; 0539


Leider wurden Mandy und ich uns betreffend des Preises nicht einig und ich fuhr – vorerst – ohne die Gewissheit, Fe mein Eigen nennen zu können, nach Österreich zurück.

Ich hatte aber für mich entschlossen, dass ich meinen Traum - wieder einen eigenen Morgan zu besitzen - weiter in die Tat umsetzen wollte und besuchte daher Elke Mathevi-Müller in Tirol (Emporer Montains Morgan Horses – www.morganhorses.at). Dort durfte ich mir ihre traumhaften Morgans samt Gestüt anschauen. Elke war unglaublich nett und ich durfte damals auch zwei ihrer Hengste reiten.

Gerade als ich zum zweiten Mal bei Elke war, um mir ihren Spirit noch einmal anzuschauen, erreichte mich eine Nachricht von Mandy: Sie war mit dem von mir angebotenen Preis einverstanden.

Jetzt stand ich vor der Wahl - die mir trotz meiner Affinität zu Fe seit ihrer Geburt - nicht leicht fiel. Ich dachte schließlich auch an den langen Transport für Fe und war mir nicht sicher, ob ich mir das Anreiten eines jungen Pferde zutrauen sollte. Spirit war bereits geritten, jedoch ein Hengst. Ich entschied mich schließlich für Fe – letztlich aus dem Bauch heraus.

Gleich nach der Ankunft

 

Ich habe diese Entscheidung bis heute nicht bereut. Fe ist eines der besten Dinge, die mir je im Leben passiert sind und ich habe so viel Freude mit ihr. Zusammen mit meiner Reitlehrerin Karin Hönigsperger ist es gelungen, aus ihr mittlerweile ein tolles Reitpferd zu machen. Sie stellt immer wieder ihren tollen Charakter und ihre fabelhaften Reiteigenschaften unter Beweis. Ich glaube auch ihrer einzigartigen Farbe wegen werden wir immer wieder gefragt: Was ist denn das für eine Rasse? Und ich antworte immer wieder stolz: ein Morgan Horse!   


Mein Plan für die Zukunft wäre, Fe auch auf Turnieren vorzustellen. Einerseits, weil ich gerne die Rasse bekannter machen möchte, andererseits weil ich glaube, dass es uns auch ausbildungstechnisch weiter voran bringen kann. Ein bißchen - gestehe ich - ist es auch ein lang gehegter Traum von mir, auch einmal auf dem Turnier Spaß und Erfolg zu haben. Bisher fehlte mir dazu das geeignete Pferd, mit dem das möglich gewesen wäre. Mal sehen......