Die klassische Reitkunst faszinierte mich schon immer.  Schon als Kind war es mein Traum – die erste Frau in der Spanischen Reitschule zu werden. Nun ja daraus wurde dann doch nichts, die Zeit war einfach noch nicht reif dafür. Dennoch:  Das Dressurreiten blieb meine Leidenschaft. Nicht auf dem Turnierplatz, sondern „nur für mich“ – und fürs Pferd.

 Die  letztlich fast telepatischen Verbindung zwischen Pferd und Reiter, ein Tanzen mit dem Pferd standen  mir dabei immer als Endziel vor Augen.

Ich habe daher schon früh begonnen, mich für die Klassische Reitkunst und insbesondere für die diesbezügliche Literatur zu interessieren und die Literatur der  der alten und neuen Meister der Reitkunst zu studieren. Darunter waren die Werke von Steinbrcht, Podhaisky, Waldemar Seunig, Egon von Neindorff, Anja Beran, Bent Branderup u.v.a

Dazu zählen:  Gymnasium des Pferdes (Steinbrecht); die Klassische Reitkunst (Podaisky), Von der Koppel bis zur Kapriole (Seunig), Die reine Lehre der  Klassischen  Reitkunst (Neindorff),

Meine persönlichen Vorbilder sind: Egon von Neindorff, Bent Branderup, Uta Gräf und Anja Beran

Für mich zeichnet sich ein guter Reiter und Horseman (und das gilt natürlich auch für das weibliche   Geschlecht) durch sein fachliches Können, sein Gefühl fürs Pferd, aber auch seine Fähigkeit und seinen Willen aus, sein Wissen im Sinne des Fortbestand der klassischen Reitkunst weiterzugeben

Seunig „Die Liebe zum Tier, ist die beste Methode zur Erkenntnis seiner Seele!“

Leonardo da Vinci:“Jene, die sich in die Praxis ohne Wissenschaft verlieben, sind wie der Pilot, so ein Schiff ohne Kompass und Steuer betriff, der niemals welche Sicherheit besitzt, wohin es geht….“

Seunig:“Niemals das Pferd in die gewünschte Form hereinpressen wollen, es soll sie selbst im Vorwärts am Zügel finden!“

Pluvinel: „Das Pferd muss selber Freude an der Reitbahn haben, sonst wird dem Reiter nichts mit Anmut gelingen. Wir sollten besorgt sein, das Pferd nicht zu verdrießen und seine natürliche Anmut zu erhalten, sie gleicht dem Blütenduft der Früchte, der niemals wiederkehrt, wenn er einmal verflogen ist.“

Meine Liebe zur klassischen Reitkunst führte mich letztlich auch zu Susen Fischer-Henkel, der Züchterin von Glenmorgan Justin Nox und von Glenmorgan Fe´s Delight. Warum? Weil ich im Internet auf ihrer Homepage las, dass sie Ritterin der klassischen Reitkunst ist, also maßgeblich von Bent Branderup beeinflusst wurde und mit ihrem Morgan Hengst Glamorgan Damien klassische Dressur auf einem hohen Level ritt. Morgans und Dressur – hier war sie die ideale Verbindung, die mich sofort ansprach. Später erfuhr ich, dass Susan nicht nur sehr viel von klassischer Dressur verstand, sondern auch den von ihr gezogenen Pferden eine großartige Fohlenschule mitgab und für mich mein erstes Bindeglied zur Morgan Horse Szene in Deutschland wurde.

Für Morgans schwärmte ich schon seit meiner Jugendzweit, als ich im Falken-Handbuch-Pferde das erste Mal auf diese Pferderasse stieß. Es ist wie mit dem Verlieben. Du weißt nicht, warum du dich geraden in diese eine Person verliebst. Aber es ist eben so. Und beim Morgan-Horse war es bei mir genauso.

Mein erster Kontakt zum Morgan Horse